Schlagwort-Archiv: Städtische Musikgesellschaft Eschweiler

J.S.Bach’s MATTHÄUSPASSION in Eschweiler

 

Auch wenn uns Heutigen die Texte der Arien  und Rezitative  der Matthäuspassion aus dem barock-pietistischen Lebensgefühl heute nicht mehr ohne weiteres nachvollziehbar sein mögen, so ist es die geniale Kraft der Musik Johann Sebastian Bachs, die uns  alle auch heute noch in ihren Bann schlägt. Und so waren auch alle Mitwirkenden aus Chor und Orchester der Städtischen Musikgesellschaft Eschweiler  stolz und glücklich, als nach fast dreistündiger Aufführung fest stand, dass die lange und intensive Probearbeit der vergangenen Monate nicht umsonst gewesen war.  Die begeisternde Kompetenz unseres Dirigenten Jeremy Hulin hatte uns überzeugt, diese schwierige Herausforderung meistern zu können. Der Applaus des Publikums in der St. Peter und Paul-Kirche gab ihm recht. Ein großes Dankeschön für dieses Erlebnis. (KS)

Detailliertere Information zum Werk und den Mitwirkenden sind hier zu finden.

 

Advertisements

Festliches Abschiedskonzert

Die Liebe zur Musik prägt sein Leben

Horst Berretz verabschiedet sich mit einem grandiosen Weihnachtskonzert von Chor und Orchester der Städtischen Musikgesellschaft Eschweiler

weih-konzfoto

Eschweiler, 17.12.2016 – Samstagabend, 19.15 Uhr:

Fulminant unterstützt von den Instrumentalisten des Orches­ters lassen die Sängerinnen und Sänger des Chors der Städtischen Musikgesellschaft die ersten quasi in Stein gemeißelten Worte des monumentalen „Weihnachtsoratoriums“ von Johann Sebastian Bach erdröhnen: „Jauchzet, froh­locket auf, preiset die Tage, rüh­met, was heute der Höchste ge­tan!“

Rund 90 Minuten später jauch­zen und frohlocken auch die zahl­reichen Konzertbesucher in der vollbesetzten Pfarrkirche St. Peter und Paul aufgrund des Hörgenus­ses, der ihnen zuvor beschert wurde. In die Freude, die die Lieb­haber klassischer Musik durch stehend dargebrachte Ovationen zum Ausdruck bringen, mischt sich neben ehrlicher Anerkennung allerdings auch mehr als ein klein wenig Wehmut. Denn mit dem Weihnachtskonzert 2016 geht für die Städtische Musikgesellschaft eine jahrzehntelange Ära zu Ende:

Das „Weihnachtsoratorium“ stellte für Horst Berretz, der als Lei­ter des erfolgreichen Ensembles dessen Geschicke mehr als 30 Jahre lang entscheidend prägte, das letzte Dirigat seiner Karriere dar. Somit schließt sich ein Kreis, der am 21. Dezember 1985 mit der Prä­sentation eines anderen Meilen­steins der Musikgeschichte seinen Anfang nahm: der Aufführung des „Messias“ von Georg Friedrich Händel.

Bereits vor Beginn des Konzerts strömte eine ganz und gar außergewöhnliche Stimmung und Atmo­sphäre durch das Gotteshaus, des­sen Bänke sich stetig füllten. Er­wartungsvoll lauschten die Besucher zunächst der „Sonata Pian e Porte“ von Giovanni Gabrieli, die mit ihrer wahrhaft ruhig und klar fließenden Melodie vielleicht auch ein wenig die bei allen Protagonisten spürbare Spannung löste. Und auch Horst Berretz trug sei­nen Teil dazu bei, als er vor Beginn des Oratoriums eine kurze Pause von einer knappen Minute ankün­digte: „Eine Brille fehlt“, so die ein­leuchtende Begründung.

Mit Pauken und Trompeten   

Sekunden später erklangen mit Pauken und Trompeten die ersten Takte von Bachs sechsteiligem Meisterwerk, dessen Uraufführun­gen während sechs Gottesdiensten zwischen dem Ersten Weihnachts­tag 1734 und dem Epiphaniasfest (6. Januar) 1735 durch den Leipzi­ger Thomanerchor erfolgten, und dessen erste drei Teile die Städti­sche Musikgesellschaft präsen­tierte.   Hochkonzentriert und kraftvoll sowie feinfühlig und nu­anciert nahmen sich Chor und Or­chester der herausfordernden Auf­gabe an.

weih-konzfoto002-kopie

Beeindruckend als Evangelist: Tenor Raimund Fürst verkündete die Weih­nachtsgeschichte nach Lukas mit Nachdruck. Mitreißend: Anna Fischer (Alt) interpretierte die Arie „Bereite dich, Zion, mit zärtlichen Trieben“ ausdrucksstark

Prachtvoll glückte das Zusam­menspiel mit den hervorragenden Solisten, die den Konzertabend ebenso prägten: Anna Fischer (Alt) interpretierte unter anderem die Arie „Bereite dich, Zion, mit zärtli­chen Trieben“ ausdrucksstark, die in Aachen geborene Sopranistin Maria Regina Heyne harmonierte wunderbar mit Bariton Erik Schmidt, als im Duett „Herr, dein Mitleid, dein Erbarmen tröstet uns und macht uns frei“ erklang und Tenor Raimund Fürst brillierte als Erzähler, der den Zuhörern die Weihnachtsgeschichte nach Lukas näher brachte. Mit dem Choral „Herrscher des Himmels“ fand der dritte Teil des Oratoriums einen bewegenden Abschluss. Einem kurzen Moment der Stille folgte zunächst andächtiger, dann immer lautstärker werdender Ap­plaus.

Würdige Worte des Dankes sprach die stellvertretende Bürger­meisterin Helen Weidenhaupt, die als Vorsitzende des Kulturaus­schusses auch als Präsidentin der‘ Städtischen   Musikgesellschaft agiert: „Die Liebe zur Musik prägt Ihr Leben. Sie besitzen die Fähig­keit, auch andere Menschen für Musik zu begeistern. Mehr als drei Jahrzehnte lang ist es Ihnen gelun­gen, diese Begeisterung in die Musikgesellschaft hineinzutragen.“

„Auf eigenen Wunsch legen nun ihr Amt als Leiter des Orchesters und des Chors nieder. Sie hinterlassen große Fußstapfen“, sprach sie Horst Berretz direkt an, der auch von „seinen“ Musikern stürmischen Applaus erhielt, Petra Seeger, Leiterin des Amts für Schu­len, Sport und Kultur, überreichte ein Präsent, bevor noch einmal ein äußerst emotionaler Augenblick einen in Erinnerung bleibenden Konzertabend krönte.

weih-konzfoto001

Helen Weidenhaupt dankte als stellvertretende Bürger­meisterin und Präsidentin der Musikgesellschaft dem scheidenden Leiter Horst Berretz im Namen der Stadt für sein Jahrzehnte langes Engagement.

Voll positiver Energie

Orchester und Chor der Musikgesellschaft ließen das Weih­nachtslied „Nun freut euch ihr , Christen“ erklingen und luden das Publikum traditionell zum Mitsin­gen ein. Voll positiver Energie schritten die Konzertbesucher an­schließend in den Abend hinaus. Und immer wieder war zu hören: ,„Wie hat es dir gefallen? Es war wunderschön!“

weih-konzfoto003

 © Andreas RöchterEschweiler Nachrichten/Volkszeitung – 18.12.2016 ´

ps. Wir Mitglieder von Chor und Orchester verabschiedeten uns in einer anschließenden Feier im Restaurant „Talbahnhof“ in Eschweiler  gebührend von unserem langjährigen „Maestro“, der uns über so lange Jahre hinweg ohne  jede „Maestro- Attitüde“ immer wieder zu musikalischen Höhepunkten führte. Die Vorsitzenden von Chor und Orchester Doris Sommer und Thomas Graff  überbrachten den Dank der Mitglieder  und wünschten dem scheidenden  Dirigenten mehr Zeit und Muße für  Familie und sich selbst. Vielen Dank, Herr Berretz! 

Ab dem kommenden Jahr wird Herr Jeremy Hulin die musikalische Leitung der  Städtischen Musikgesellschaft Eschweiler übernehmen. Wir freuen uns auf kommende Herausforderungen  unter neuer Führung. Viva la Musica! (KS)

Musikalisches Fest der Vorfreude

Weihnachtskonzert lässt Vorfreude aufs Fest wachsen

weih-konz2015

Trafen die Herzen der Zuhörer: Die Sänger und Instrumentalisten der                            Städtischen Musikgesellschaft Eschweiler ließen das Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche St. Peter und Paul zu einem Fest der Vorfreude werden. Foto: Andreas Rechter

Eschweiler. Nur noch wenige Stunden, dann feiert die Christenheit mit dem Weihnachtsfest die Geburt des Herrn. Den Chorsängern und Instrumentalisten der Städtischen Musikgesellschaft gelang es am Vorabend des vierten Advents im Rahmen des Weihnachtskonzertes in der gut besuchten Pfarrkirche St. Peter und Paul, die Vorfreude der Zuhörer noch einmal zu steigern!

Unter der Leitung und dem Dirigat von Horst Berretz interpretierten die Musiker zunächst die Weihnachtskantate „Der Stern von Betlehem“ des Komponisten Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901), widmeten sich anschließend auszugsweise des ersten der drei Teile des epochalen Händel-Meisterwerks „Der Messias“ und schlössen das Konzert mit „Gaudete“, einer Weihnachtsgeschichte nach alten Liedern des zeitgenössischen schwedischen Komponisten und Chorleiters Anders Öhrwall (1932-2012) ab. Darüber hinaus luden die Protagonisten der Städtischen Musikgesellschaft das Publikum mit den Weihnachtsliedem „Zu Bethlehem geboren“, „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ und „Nun freut euch ihr Christen“ zum Mitsingen ein.

Dass die Erde auch machtvoll und laut schweigen kann, bewiesen die Instrumentalisten des Orchesters sowie die Chorsänger der Musikgesellschaft gleich mit den ersten Takten des rund zweistündigen Konzerts eindrucksvoll

verenaDie „Erwartung“ auf das Kommen des Herrn bot einen fulminanten Einstieg in die Komposition „Der Stern von Betlehem“, deren Text einem Gedicht von Fanny von Hoffnaaß, der Frau des Komponisten Josef Gabriel Rheinberger, nachempfunden ist. Gemeinsam mit dem Chor schlüpfte Gesangssolistin Verena Berretz (Sopran) einfühlsam in die Rollen der Hirten sowie des Engels, der mit den Worten „Fürchtet euch nicht“ die Geburt Jesu verkündet.

Das Solisten-Quintett mit Nikolaus Sturm, Johannes Rohrer, Markus Paulmann (alle Tenor), Wolfgang Zemler (Bariton) und Dr. Franz Wolters (Bass) ließ die Anbetung des Neugeborenen durch die Weisen aus dem Morgenland zu einem Quell der Freude und Dankbarkeit werden. Letztlich schloss sich der Kreis, als der Chor mit aller Stimmkraft die „Erfüllung“ der Verheißung nach dem Erlöser mit einem strahlenden „Halleluja“ dem Publikum entgegenschleuderte.

Den thematisch nahezu nahtlosen Anschluss boten die Auszüge aus dem ersten Teil des Händel-Oratoriums „Der Messias“, in dem der Chor die Geburt des Gottessohnes mit den Worten „Wunderbar, Herrlicher, der starke Gott, der Ewigkeiten Vater und Friedefürst“ feiert. Fundament der das Konzert abschließenden Komposition „Gaudete“ ist ein gleichnamiges Weihnachtslied aus dem 16. Jahrhundert, das Anders Öhrwall wundervoll mit Variationen der bekannten Weihnachtsmelodien „Kommet ihr Hirten“, „In dulci jubilo“ sowie „Es ist ein Ros entsprungen“ verbunden hat. Der Chor und das Orchester der Städtischen Musikgesellschaft setzten somit einen reizvollen Kontrapunkt zu den zuvor dargebotenen Werken. Ergänzt wurde jeder Abschnitt der Komposition durch einleitende Worte von Pfarrer und Hausherr Michael Datene.

Den grandiosen und emotionalen Schlusspunkt unter ein stimmungs- und freudvolles Weihnachtskonzert setzte der gemeinsame Gesang von „Nun freut euch ihr Christen“. Starker, lange andauernder und letztlich stehend dargebrachter Applaus belohnte alle am Konzert beteiligten Musiker und Sänger der Städtischen Musikgesellschaft, die den Zuhörern zuvor eine großartige Einstimmung auf die Festtage geschenkt hatten. (ran)

Eschweiler Nachrichten –  21.12.2015

(c) http//www.aachener-nachrichten.de/lokales/eschweiler/weihnachtskonzert-laesst-vorfreude-aufs-fest-wachsen -1.1252094

Ausschnitte aus dem Konzert sind hier auf „YouTube“ zu hören:

  1. G.F. Händel  – Messias:  Denn es ist uns ein Kind geboren

     2. Anders Öhrwall – Gaudete – Verbum caro factum est

     3. Anders Öhrwall – Ecce novum gaudium

     4.  Anders Öhrwall – Resonet in laudibus

     5.  Rheinberger  – Stern… Oh segne Weide

     6.  Rheinberger – Stern … Drei Weisen

     7. Rheinberger – Stern …Erfüllung (Schlusschor)